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Der Arbeitskampf im öffentlichen Dienst geht weiter!

Wer erinnert sich nicht gern an sein buntes Leben im Kindergarten, wo man die ersten Freundschaften schloss im freudigen Spiel?

Friedrich Wilhelm August Fröbel (1782 bis 1852) hat die Kindergärten – eine inzwischen weltweite Marke im englischsprachigen Raum und darüber hinaus – ins Leben gerufen. Am 28. Juni 1840 stiftete er den ersten „Allgemeinen Deutschen Kindergarten“ in Bad Blankenburg, wo bereits zwei Jahre später die ersten Kindergärtnerinnenkurse stattfanden. Sein besonderes Verdienst besteht darin, die Bedeutung der frühkindlichen Erziehung erkannt und methodisch umgesetzt zu haben. Mit Recht wird er daher als Vater des Kindergartens bezeichnet. Die von ihm entwickelten pädagogischen Grundformen bilden noch heute eine der Grundlagen bei der Ausbildung von Kindergärtnerinnen und Kindergärtnern. Insofern ist es völlig unverständlich, dass ausgerechnet in Deutschland der Begriff des Kindergartens durch den Begriff Kita ersetzt wurde.

Wie bedeutsam eine gute vorschulische Bildung und Erziehung ist, dürfte allgemein bekannt sein. Um so wichtiger ist eine angemessene Bezahlung der Erziehungskräfte in unseren Kindergärten.

Hierzu führt die Gewerkschaft „Ver.di“ aktuell Tarifverhandlungen für die 2,14 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen. Die Gewerkschaft hat für ihre Mitglieder 6 Prozent mehr Einkommen und eine um 100 € angehobene Ausbildungsvergütung pro Monat gefordert. Das Angebot der Arbeitgeber nach der zweiten Tarifrunde, das Einkommen der Beschäftigten um 2 Prozent anzuheben, ist eine provokante Offerte, stellt dieses doch real, unter Berücksichtigung der Inflationsrate und der gestiegenen Krankenversicherungsbeiträge der Beschäftigten ein Minusangebot dar!

Der Arbeitskampf von „Ver.di“ fordert die Unterstützung aller demokratischer Kräfte, damit die dritte Runde der Tarifverhandlungen am 28./29. April 2016 in Potsdam ein Erfolg wird.

Die Ortsgruppe Cottbus der Deutschen Kommunistischen Partei erklärt sich mit den Beschäftigten des Bundes und der Kommunen solidarisch. Wir rufen alle zur Solidarität auf.

Heinz Süße

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