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Rechte Provokationen zu Silvester in Cottbus

Rechtsextreme aus dem Umfeld von »Zukunft Heimat« attackieren Menschen mit Pyrotechnik Auch in Cottbus wurden Menschen mit Pyrotechnik attackiert.

Brandenburg hat einen dramatischen Jahreswechsel erlebt: Zwei junge Männer sind durch explodierende Böller ums Leben gekommen. Außerdem wurde in Nord-Brandenburg ein elfjähriger Junge durch einen Böller schwer im Gesicht verletzt. Der Junge stand mit seinen Eltern auf der Straße, um das Feuerwerk zu beobachten. Jugendliche warfen dann einen Böller in die Gruppe, der vor dem Gesicht des Jungen explodierte.

Ähnliche Vorfälle hat es in Cottbus auch gegeben, aber die regionalen Medien haben wieder einmal nicht berichtet. Wie das Cottbuser Bündnis »Cottbus schaut hin« mitteilt, haben junge Männer kurz nach Mitternacht absichtlich mehrmals Knallkörper in Kleingruppen von Menschen mit Migrationshintergrund geworfen. Betroffen waren demnach auch Kinder. Die Täter haben sich danach amüsiert und über ihre Taten gelacht. Die anwesende Polizei sei nicht eingeschritten.

Vermummte werfen Böller – Polizei schaut zu

Das diese Vorfälle einen rechtsextremen Hintergrund hatten, kann nur schwer geleugnet werden. Bereits gut eine Stunde zuvor seien auf dem Altmarkt »Heil Hitler«- und »Zukunft Heimat«-Rufe zu hören gewesen. Junge deutsche Männer, offenbar aus dem Milieu der rechtsextremen Fußballfans, hätten sich mit rotweiß gestreiften Sturmhauben vermummt und vor der Stadthalle »ohrenbetäubende Feuerwerkskörper« explodieren lassen. Auch zu diesem Zeitpunkt hätten die Polizisten tatenlos zugesehen, so »Cottbus schaut hin«.

»Zukunft Heimat« ist ein AfD-naher Verein, der zuvor auf dem Stadthallenvorplatz zum Jahresabschluss eine Kundgebung gehalten hatte. Rechtsextreme aus dem Milieu der Fußballfans und Rocker sind immer wieder bei diesen Kundgebungen zu sehen.

Die Vorfälle aus der Silvesternacht zeigen einmal mehr, dass die Behörden das Gewaltpotenzial des Umfeldes von »Zukunft Heimat« deutlich unterschätzen. Dass es in der Silvesternacht nicht zu Verletzten gekommen ist, dürfte nur ein Zufall sein.

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