News Ticker

Tarifabschluss Metall- und Elektroindustrie 2018: (Zu) viele bittere Pillen

35-Stunden-Woche im Osten

Dass die Möglichkeit einer individuellen Arbeitszeitverkürzung auf 28 Stunden pro Woche über 2 Jahre ohne Lohnausgleich erfolgt, ist bitter für die Kolleginnen und Kollegen, die ihre Angehörigen pflegen oder ihre Kinder betreuen.

Dass der Kapitalseite ermöglicht wird, deutlich mehr Beschäftigte 40 Stunden in der Woche arbeiten zu lassen, ist eine bittere Pille für die Kolleginnen und Kollegen, die mehr malochen müssen, und diejenigen, die wegen dieser Arbeitsplatzvernichtung keine Arbeit bekommen.

Dass die Kolleginnen und Kollegen in Ostdeutschland jetzt allein mit den Bossen um eine Angleichung an die 35-Stunden-Woche nach (!) dem Pilottarifabschluss in Baden-Württemberg verhandeln müssen, ist eine bittere Pille für alle. Denn wenn Gesamtmetallchef Rainer Dulger die Position vertritt, dass der Osten die höhere Arbeitszeit als „Wettbewerbsvorteil“ brauche, dann meint er damit: Die Kapitalisten brauchen die 40-Stunden-Woche, um die „Ausbeutungszone Ost“ für ihre Profite zu sichern – auch um Druck auszuüben auf die die Kolleginnen und Kollegen im Westen. Solidarität sind anders aus.

Es ist Zeit, sich der Spaltung zu widersetzen – deswegen: Her mit der 35-Stunden-Woche im Osten – jetzt!

Bildquellen

  • 35Stunden: bernde

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: